GmbH

Warum Goldschmuck schwarz wird!

Bei 333/000 Gold werden als Zusatzmetalle meist Silber, Kupfer und Zink verwendet.
Silber trägt zur Bildung von Anlaufschichten bei (festhaltende Schwefelerbindungen),
die umso dunkler aussehen, je dicker sie werden. Zink ist ähnlich dem Kupfer empfindlich gegen Ammoniak (im menschlichen Schweiß vorhanden) oder auch gegen Bestandteile in Seifen, Parfüms und anderen kosmetischen Substanzen. Diese Verbindungen des Kupfers oder Zinks sind dunkelfarbig.

Anlaufschichten entstehen auch durch den Gehalt der Atmosphäre an Schwefelverbin-
dungen, an Feuchtigkeit und an Ammoniak. Bei Schmuckstücken, die viel getragen werden, kommt es wegen der dauernden Reibung auf der Haut oder an Kleidungs-stücken nicht zur Bildung der gefärbten Anlaufschichten (Ringe bleiben blank), dafür aber färben die dauernd abgeriebenen und sich immer wieder nachbildenden Verbindungen mit der Zeit Haut und helle Stoffe dunkel.

Es hat sich herausgestellt, daß nicht einmal die besonders wichtigen 585/000 Goldlegierungen vollkommen unveränderlich sind, zwar erzeugt hier die Atmosphäre keine sichtbaren Anlaufschichten, wohl aber verursachen Berührungen mit schwefelhaltigen Stoffen deutliche Verfärbungen.

Die hochkarätigen Goldlegierungen 750/000 + 900/000, also das 18karätige und das Dukatengold, sind vollkommen anlaufbeständig, und doch kommt es auch bei ihnen manchmal zu Schwärzungen der Haut, und dann ist der Käufer geneigt, die Zusammensetzung der Legierung zu beargwöhnen. Dazu ist kein Grund vorhanden. Die Verfärbungen beruhen beim hochkarätigem Gold nicht auf chemische Verbindungen, sie werden nur durch äußerst feine, mechanisch abgeriebene Metallteilchen hervorgerufen. Je weicher die Legierung ist, umso mehr wird dieser Vorgang gefördert. Bekanntlich nähert sich die Abriebfarbe aller Metalle immer mehr dem Schwarz, je feiner die Teilchen sind. Der äußerst feine Metallstaub dringt in die Rillen der Haut ein und ist durch Waschen nur schwer wieder zu entfernen.